Metrans bringt Weltneuheit auf Hamburger Schienen

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Metrans bringt Weltneuheit auf Hamburger Schienen

Weltweit das erste Mal werden im Hamburger Hafen von der HHLA-Tochter Metrans Hybrid-Lokomotiven im schweren Rangierbetrieb eingesetzt. Dank ihres Hybridantriebs sinken die Emissionen um bis zu 70 Prozent.

Hamburg baut seine Position als Europas größter Eisenbahnhafen stetig aus, und damit wächst auch die Zahl der rangierten Züge. Um dieses Wachstum mit möglichst geringen Umwelteinflüssen zu gestalten, hat Metrans, die Bahntochter der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), zwei neue Rangierloks mit modernster Hybrid-Technologie angeschafft.

Als Weltpremiere wurde die Lokomotive Prima H3 von Alstom im Juli dieses Jahres zum ersten Mal im schweren Rangierbetrieb eingesetzt. Die zweite Prima H3 wird im Januar 2017 erwartet. Dadurch, dass diese Loks zwischen 50 und 75 Prozent ihrer Einsatzzeit im Batteriebetrieb arbeiten, ergeben sich erhebliche Einsparungen bei Kraftstoff und Emissionen.

Die dreiachsige H3-Hybridlok emittiert im Vergleich zu herkömmlichen dieselbetriebenen Rangierlokomotiven rund 50 Prozent weniger CO2, da der Energieverbrauch um diesen Faktor sinkt. Schadstoffemissionen wie Feinstaub sinken sogar um bis zu 70 Prozent. Ein weiterer Vorteil der neuartigen Technologie sind die deutlich leiseren Fahrgeräusche der Lokomotiven.

Durch die effizientere Direktabnahme des Stroms vom Landesnetz könnte der Verbrauch sogar noch weiter gesenkt werden. „Das ist der nächste Schritt“, verspricht Roger Mahler, Geschäftsführer Metrans Deutschland. „Wir bereiten uns darauf vor, die Batterien der Loks an 400-Volt-Steckdosen zu laden. Damit ist dann ein emissionsfreier Schienenverkehr auch ohne Oberleitungen möglich!“

 

Fotos & Video zum Artikel
Feierliche Übergabe der ersten Hybrid-Rangierlokomotive von Alstom an Metrans in Stendal.