Erfolg im Dunkeln

/ Nachhaltigkeit

Erfolg im Dunkeln

Auf zwei Containerterminals der HHLA wurde die Beleuchtung drastisch reduziert. Die automatisierten Bereiche arbeiten jetzt weitgehend im Dunkeln.

Hier muss niemand mehr das Licht ausschalten, denn nach Einbruch der Dämmerung bleibt ein großes Areal auf den Container Terminals Altenwerder (CTA) und Burchardkai (CTB) im Dunkeln. Das freut Jan Hendrik Pietsch, der bei der HHLA für Nachhaltigkeit und Energiemanagement zuständig ist.

Es sind vor allem die Blocklager auf den Terminals, die in der Regel nicht beleuchtet werden. Sie arbeiten automatisch und ihre Sensoren funktionieren auch im Dunkeln. Auf dem CTB sind es acht Lagerblöcke, die Platz für maximal 16.300 Standardcontainer (TEU) bieten. Auf dem CTA sind es insgesamt 26 Lagerblöcke mit Platz für mehr als 33.000 Standardcontainer (TEU). Auch die angrenzende Fläche, auf der die automatisierten Containertransporter (AGV) am CTA fahren, muss nicht beleuchtet werden.

Ganz ohne Licht geht es dennoch nicht, aber es wird jetzt nur noch in bestimmten Bereichen und nur bei Bedarf eingeschaltet. Zum Beispiel setzt aus Sicherheitsgründen immer ein Fernsteuerer den Container auf einen Lkw oder hebt ihn herunter. Für diese Arbeit an der Schnittstelle zwischen automatischer Maschine und Mensch sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefragt, die präzise arbeiten müssen und dafür eine gute Ausleuchtung brauchen.

Dort kommen heute Leuchtdioden, meist LED genannt, zum Einsatz, die bei gleicher Lichtstärke weniger Energie verbrauchen. Außerdem entfalten LED-Scheinwerfer beim Einschalten sofort ihre volle Lichtstärke. Das ist ein wichtiger Vorteil gegenüber den bisher eingesetzten Scheinwerfern, die dafür einige Minuten brauchten. Außerdem verkürzte das häufige Ein- und Ausschalten ihre Gesamtlebensdauer gravierend.

Neben der Einschaltdauer konnte auch der Energieverbrauch der eingesetzten LED-Strahler drastisch reduziert werden. Beides zusammen führt nun zu einer Stromeinsparung von mehr als 95 Prozent für die Beleuchtung der Blocklager. Jan Hendrik Pietsch bilanziert, dass der jährliche Strombedarf der beiden Terminals um rund zwei Millionen Kilowattstunden reduziert werden konnte.

Das senkt nicht nur die Kosten, sondern ist auch Teil der umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie der HHLA. „Wir haben uns sehr ehrgeizige Einsparziele gesetzt“, sagt Pietsch. „Mit diesem Projekt sparen wir etwa so viel Strom, wie 500 Vierpersonenhaushalte insgesamt im Jahr verbrauchen. Und auch für die Nachbarn der Terminals, die Bürger der Stadt Hamburg, ist die deutliche Senkung der Lichtemissionen ein wichtiger und positiver Effekt.“

 

Fotos & Video zum Artikel
Jan Hendrik Pietsch ist bei der HHLA für Nachhaltigkeit und Energiemanagement zuständig. Früher waren alle Blocklager auf den Terminals nachts immer beleuchtet. Heute gibt es Licht in den automatischen Blocklagern nur noch bei Bedarf.